Hugo Blue vom Weidenhof
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Hunde sind nicht unser ganzes Leben, aber sie machen unser Leben ganz. 

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 Rasseportrait

Der Langhaarcollie

Der Collie ist ein Haus- und Familienhund wie man ihn sich wünscht. Er darf sich zu den treuesten und intelligentesten Hunden zählen. Er verkörpert Schönheit und Eleganz. Durch seine Kinderfreundlichkeit und Treue zur Familie zeichnet er sich stets als Kamerad und Bewacher aus. Allerdings stellt er dafür den Anspruch, ein integriertes Familienmitglied zu sein. Dieses und seine faire Behandlung ist, außer genügend Bewegung, die größte Forderung, die er an seine Besitzer stellt. Eine isolierte Zwingerhaltung würde er sehr verübeln.

Der Collie ist ein schottischer Hütehund. Er hütete einst selbständig die Schafherden in den Hochebenen Schottlands. Seine Zuchtauslese konzentrierte sich auf Klugheit, Leistungsfähigkeit und Genügsamkeit. Darüber hinaus durfte er kein Hektiker und Wilderer sein.

Diese positiven Eigenschaften und sein imposantes Erscheinungsbild ließen den Collie schon um die Jahrhundertwende in die Herrschaftshäuser Englands Einzug halten. Er wurde bald zu einem der beliebtesten Gesellschaftshunde der ganzen Welt. Ebenso wurde der Collie früher wegen seiner guten Eigenschaften verstärkt als Melde-, Sanitäts- und Rettungshund eingesetzt.

Durch die Fernsehserie „Lassie“ entstand ein eigenes Bild des Collies, geprägt durch den Filmhund in Aussehen und Verhalten. Somit ist es auch nicht verwunderlich, dass heute Collies in Größe, Fellanlage und Ausdruck von diesem amerikanischen Fernseh-Collie abweichen und die im Film etwas überzogene Intelligenz wohl nicht in vollem Maße erwartet werden sollte.

Pflege: Entgegen vieler Erwartungen ist der Collie kein pflegeintensiver Hund. Es reicht, wenn man ihn alle 14 Tage kräftig durchbürstet und darauf achtet, dass er nicht verfilzt, wozu er, manchmal hinter den Ohren und an den Läufen, neigt. Die Freude am Bürsten unter anschließend duftiger Haarpracht verleiten die Besitzer eher dazu, den Hund zu oft zu bürsten. Deshalb sieht man viele ausgekämmte Collies mit glänzendem Schlichthaar. Doch ein wesentlicher Bestandteil zum Schutze vor Kälte und Feuchtigkeit ist die dichte, pelzige Unterwolle, die nicht ausgekämmt werden sollte.

Wem die Haarpflege zu lästig erscheint, kann sich vielleicht mit dem Kurzhaar-Collie anfreunden, dem es gegenüber seinem langhaarigen Bruder, außer an der üppigen Haarpracht, an nichts fehlt.

Rassestandard

 Langhaarcollie Rassestandard

• FCI-Standard-Nr. 156 vom 19.10.1988 • Ursprungsland: Großbritannien

Allgemeines Erscheinungsbild: Stellt einen Hund von großer Schönheit mit gelassener Würde dar. Dabei ist kein Einzelteil unproportional zum Gesamtbild.

Charakteristika: Der Körperbau ist geprägt von Kraft und Aktivität, er ist frei von Plumpheit und ohne jede Spur von Grobheit. Der Ausdruck ist von größter Wichtigkeit. Betrachtet man die hierfür relevanten Merkmale, so wird er geprägt durch die vollkommene Ausgewogenheit und richtige Zusammensetzung von Schädel und Vorgesicht, Größe, Form, Farbe und Sitz der Augen und korrekt angesetzte und richtig getragene Ohren.

Wesen: Freundlich veranlagt, ohne jegliche Spur von Nervosität oder Aggressivität.

Kopf und Schädel: Die Besonderheit des Kopfes ist von großer Wichtigkeit; er muß im Verhältnis zur Größe des Hundes betrachtet werden. Von vorn oder von der Seite gesehen gleicht der Kopf einem gut abgestumpften, sauber geschnittenen Keil mit glatten Außenlinien. Der Schädel ist flach und verjüngt sich an den Seiten allmählich in einer glatten Linie von den Ohren bis zur Spitze der schwarzen Nase, ohne daß die Wangenknochen hervorstehen und ohne dass der Fang dünn und spitz wirkt. Im Profil betrachtet verlaufen die obere Linie des Schädels und des Vorgesichts parallel und gerade und sind gleich lang. Sie werden durch einen leichten, jedoch wahrnehmbaren Stop oder Absatz geteilt. Der Mittelpunkt zwischen den inneren Augenwinkeln (der gleichzeitig das Zentrum eines korrekt plazierten Stops ist) stellt den Mittelpunkt einer ausgewogenen Kopflänge dar. Das Ende des glatten, gut gerundeten Fanges ist stumpf, niemals quadratisch. Unterkiefer kräftig und gut geformt. Die Tiefe des Schädel, von den Augenbrauen zur Unterkante des Unterkiefers hin, darf niemals übermäßig sein (insgesamt nicht tief). Nase grundsätzlich schwarz.

Augen: Sehr wichtiger Punkt, sie geben dem Hund den lieblichen Ausdruck (auf keinen Fall sehr klein), etwas schräg eingesetzt, mandelförmig und von dunkelbrauner Farbe, ausgenommen bei den Bluemerles, bei denen die Augen häufig (eines oder beide ganz oder eines oder beide teilweise) blau oder blaugefleckt sind. Der Ausdruck ist voller Intelligenz, mit einem lebhaften und wachsamen Blick beim Lauschen.

Ohren: Klein, weder zu nahe beieinander auf dem Schädel, noch zu weit voneinander angesetzt. In der Ruhe zurückgelegt, jedoch sobald seine Aufmerksamkeit erregt wird, nach vorne gebracht und halbaufrecht getragen; das heißt, annähernd zwei Drittel des Ohres stehen aufrecht und das obere Drittel kippt auf natürliche Art nach vorne, bis unter die waagerechte Linie der Kippfalte.

Fang / Gebiß: Die Zähne sind von guter Größe. Kiefer kräftig, mit einem perfekten, regelmäßigen und vollständigen Scherengebiß, d.h. wobei die obere Schneidezahnreihe ohne Zwischenraum über die untere greift und die Zähne senkrecht im Kiefer stehen.

Hals: Muskulös, kraftvoll, von angemessener Länge und gut gebogen.

Vorhand: Schultern schräg und gut gewinkelt. Vorderläufe gerade und muskulös, wobei die Ellenbogen weder nach innen, noch nach außen drehen, mit nicht zu starken Knochen.

Körper: Im Vergleich zur Schulterhöhe etwas länger, Rücken fest, mit leichter Wölbung über der Lendenpartie. Rippen gut gewölbt. Tiefe Brust, dabei hinter der Schulter ziemlich breit.

Hinterhand: Oberschenkel muskulös; trocken und sehnig unterhalb der gut gewinkelten Kniegelenke. Sprunggelenke tief stehend und kraftvoll.

Pfoten: Oval, mit gut gepolsterten Sohlen. Zehen an den Vorderpfoten gut, an den Hinterpfoten etwas weniger aufgeknöchelt und dicht zusammenstehend.

Rute: Lang, ihr Knochenende reicht mindestens zu den Sprunggelenken. In Ruhe wird sie tief, mit leicht aufgebogener Spitze getragen. Bei Erregung kann sie höher, jedoch niemals über dem Rücken getragen werden.

Gangart / Bewegung: Die Bewegung ist ein unverkennbares, charakteristisches Merkmal dieser Rasse. Ein gut gebauter Hund dreht niemals die Ellenbogen aus, dennoch kommen sich die Vorderpfoten in der Bewegung verhältnismäßig nahe. Strickendes, kreuzendes oder rollendes Gangwerk ist höchst unerwünscht. Von hinten betrachtet stehen die Hinterläufe von den Sprunggelenken zum Boden parallel, jedoch nicht zu eng zusammen. Von der Seite gesehen, ist die Bewegung fließend. Hinterläufe kraftvoll mit starkem Schub. Ein entsprechend raumgreifender Schritt ist erwünscht, dieser sollte leicht und mühelos sein.

Haarkleid: Paßt sich den Umrißlinien des Körpers an, sehr dicht. Deckhaar glatt, es fühlt sich hart an; Unterwolle weich, pelzig und sehr dicht, nahezu die Haut verbergend. Mähne und Halskrause üppig vorhanden. Maske und Gesicht glatt und kurz. Ohren an den Spitzen glatt und kurz, zum Ansatz hin zunehmend mehr Haar. Vorderläufe gut befedert, Hinterläufe oberhalb der Sprunggelenke üppig behaart, unterhalb jedoch kurz/glatthaarig. Rute sehr üppig behaart.

Farbe: Drei anerkannte Farben: zobelfarben-weiß, tricolour und blue-merle.
Zobelfarben: Jede Schattierung von hellem Gold bis zum satten Mahagoni oder schattiert zobelfarben. Helle Stroh- oder Cremefarbe ist höchst unerwünscht.
Tricolour: Vorwiegend schwarz mit satten, lohfarbenen Abzeichen an Kopf und Läufen. Ein Rostschimmer im Deckhaar höchst unerwünscht.
Blue-merle: Vorwiegend klares, silbriges Blau, mit schwarzen Flecken oder schwarzmarmorierter Zeichnung. Satte lohfarbene Abzeichen sind erwünscht, ihr Fehlen sollte nicht bestraft werden. Große schwarze Flecken, Schieferfarbe oder ein Rostschimmer sowohl im Deckhaar als auch in der Unterwolle sind unerwünscht.

Weiße Abzeichen: Alle vorgenannten Farben können die für den Collie typischen weißen Abzeichen mehr oder weniger aufweisen. Folgende Zeichnung ist vorteilhaft: ganz oder teilweise weiße Halskrause, weiße Brust, Läufe und Pfoten, weiße Rutenspitze. Auf dem Vorgesicht und / oder am Schädel darf eine Blesse vorhanden sein.

Größe: Widerrist: Rüden 56 bis 61 cm; Hündinnen 51 bis 56 cm.

Fehler: Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten sollte als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung im genauen Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte.

Anmerkung: Rüden sollten zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Skrotum befinden.

Quelle: CfBH e. V.

 

 

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